MDR zeichnet Reporterinnen aus

19.11.2009: Berlin, 10. November - Auf dem Ostdeutschen Jugendgeschichtstag sind am 9. November 2009 die Teilnehmerinnen des Projekts "Reporter ’89" Josefa Kny (21), Mimoza Troni (21) und Olivia Sardinas (19) als beste Reporterinnen ausgezeichnet worden. Der stellvertretende MDR-Chefredakteur Wolfgang Fandrich gratulierte den Preisträgerinnen, die sich nun über ein Praktikum in der MDR-Redaktion "Damals im Osten" freuen können.

Josefa Kny und Mimoza Troni

Die Preisverleihung erfolgte im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums im Anschluss an eine mitreißende szenische Lesung. Fünf weitere Teilnehmerinnen des Projekts ließen darin das Publikum den Sog der Ereignisse von Januar bis November 1989 nachempfinden.

Zuvor hatte der sächsische Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer (CDU) ein Grußwort des Innenministers und Beauftragten der Bundesregierung für die Angelegenheiten der neuen Länder, Thomas de Maizière, übermittelt. "Es ist wichtig, dass ein Dialog angestoßen wird, in dem das Wissen über die DDR lebendig bleibt", sagte er. Kretschmer freute sich darüber, dass sich mehr als 50 Jugendliche außerhalb des schulischen Rahmens auf die Zeitreise in das Jahr 1989 begeben hatten. Aus den Aufzeichnungen ihrer Gespräche mit Zeitzeugen sind insgesamt 72 Texte über die Ereignisse in der DDR von Januar bis November 1989 entstanden, die auf www.reporter89.de veröffentlicht wurden. Auf dem Ostdeutschen Jugendgeschichtstag wurde außerdem die Broschüre vorgestellt, in der alle Beiträge abgedruckt sind.

"Mit den Zeitzeugen zu sprechen, war sehr bewegend und lehrreich", erklärte Mimoza Troni. Sie wird sich auch weiterhin mit der Geschichte der DDR und des Mauerfalls befassen. Auch die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts wollen Fragen zur deutsch-deutschen Vergangenheit stellen. Wolfgang Fandrich lobte das Engagement der Nachwuchsreporterinnen: "Gerade vor dem Hintergrund von Wissensdefiziten junger Menschen zur DDR-Geschichte haben Frau Kny, Frau Sardinas und Frau Troni unter Beweis gestellt, wie spannend die Beschäftigung mit der jüngsten deutschen Vergangenheit sein kann."

"Reporter ’89" ist ein Projekt der Stiftung Demokratische Jugend, gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Länder. Das Projekt ist auf dem Ostdeutschen Jugendgeschichtstag beendet worden. Der Ostdeutsche Jugendgeschichtstag fand am 8. und 9. November im und mit dem Deutschen Historischen Museum statt. Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
  • Seite bei Twitter teilen
  • Seite bei Facebook teilen
  • Seite bei Google bookmarken
  • Seite bei Live bookmarken