Runde Tische machen Schule

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Wolfgang Tiefensee und Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, trafen sich am 18. Juni 2009 in Berlin mit 15 ehemaligen Bürgerrechtlern und 150 Schülern am Runden Tisch, um über die friedliche Revolution und die Erlebnisse des Jahres 1989 zu diskutieren. Die "Reporter 89" waren dabei.

T-Shirt mit Motto
Ganz nah an der Geschichte - Am 18. Juni 2009 wurde der Eingang des Deutschen Historischen Museums in Berlin von Jugendlichen belagert. Nicht etwa, um sich die Ausstellung anzusehen, nein, heute lud Bundesminister Wolfgang Tiefensee gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zum Zeitzeugengespräch in großer Runde ein.
Reinhard Schult zwischen Jugendlichen während des Musikprogramms
Freiheit für alle - An diesem Tag haben sich alle schick gemacht. Die Zeitzeugen der SED-Diktatur tragen Anzüge oder Jacketts; die Zeitzeuginnen Blusen und Röcke. Nur Reinhard Schult sieht aus, wie er immer aussieht, und trägt, was er wohl schon vor 20 Jahren getragen hätte: Jeans, T-Shirt und Sandalen. Freiheit ist alles, was ihn interessiert - damals wie heute. Alles andere ist Nebensache.
Michael Cramer und Stephan Hilsberg im Gespräch
Das System lebend überwinden - Bundesminister Wolfgang Tiefensee hatte geladen - und es waren alle gekommen. Im Deutschen Historischen Museum verfolgten wir Jugendreporter von www.reporter89.de die Gespräche von Schülern, Zeitzeugen und dem Minister an einem riesigen Tisch. Und dabei ging es heiß her: Diskussionen waren erwünscht.
Rote Shirts am Runden Tisch
Von Beruf Zeitzeuge - Es scheint so, als ob Ulrich Schwarz, ehemaliger Korrespondent des "Spiegel" in der DDR, am 18. Juni 2009 ein wenig irritiert im Innenhof des Deutschen Historischen Museums in Berlin sitzt. Im Innenkreis eines runden Tisches ist er umgegeben von 150 Schülerinnen und Schülern, uniformiert. Er selbst verzichtet darauf, sich eines der roten T-Shirts überzuziehen.
Minister Tiefensee im Gespräch mit Jugendlichen
Diktatur schwächen, Demokratie stärken - Der Innenhof des Deutschen Historischen Museums passt perfekt für eine Veranstaltung wie diese: Rainer Eppelmann weist gleich zu Beginn darauf hin, dass wir Deutsche uns die Schicksalsfrage - Diktatur oder Demokratie - öfter als andere Nationen gestellt haben. Der Ort wird aber nicht nur der Thematik gerecht, sondern auch der Stimmung: Wir begegnen heute 15 Menschen, die die DDR und ihr Ende auf unterschiedlichste Weise miterlebt haben.
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