Januar 1989

DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker versichert, die Mauer werde „in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind". Eine Mauer für die Ewigkeit – wie wurde diese Aussicht aufgenommen?

Jahrgang: Neues
2009 Neues Alle
Foto: bardewyk.com / pixelio.de
Organisation ist alles - Sonja und Herbert Schmidt, beide Jahrgang 1950, leben seit 1971 in Parchim, einer Kreisstadt in Mecklenburg-Vorpommern, südöstlich von Schwerin. Sie schildern ihre Erinnerungen an das Leben zu DDR-Zeiten, erzählen vom täglichen Organisieren und den kleinen Erfolgserlebnissen.
Foto: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de
Eine Sommerliebe am 13. August - Im Frühjahr des Jahres 1961 steht Horst L. kurz davor, sein Studium an der Ingenieurhochschule in Leuna-Merseburg erfolgreich abzuschließen. Nach einem allerletzten Sommer an der Ostsee will er "rübermachen" - und dafür braucht er Geld. Also versucht er, sein einziges Hab und Gut zu verkaufen: sein Moped. Aber auf dem Darß kommt schließlich alles anders...
Foto: Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de
Von einem, der da blieb - Das Gebäude des Instituts für Physik der Ernst- Moritz- Arndt Universität in Greifswald würde sich gut als Kulisse für einen Spielfilm eignen. Einmal die riesige Eingangstür bedeutungsvoll aufgestoßen, betritt der Besucher eine moderne Welt der Wissenschaft und Architektur. Der frei schwingende Hörsaal in der Mitte eines ästhetischen wie funktionalen Arrangements aus Glas, Beton und Raum beeindruckt und erweckt Respekt Hinter einer Glastür liegt ein schier endloser Korridor, an dessen Ende eine offene Tür Zugang zu einem neuen Drehbuch gewährt.
Mauer mit Panzersperren
"Die Mauer war Entsetzen" - Draußen ist es bitterkalt, und die Straßen sind spiegelglatt. Die Wohnung der älteren Dame ist angenehm beheizt und mit Bildern bestückt. Doch der Weg zur Kunst und zum friedlichen Heim verlief nicht immer gradlinig.
Das Bild zeigt das Gedenkband im Asphalt in Berlin
Ein Leben neben der Mauer - Die Berliner Mauer: mächtig, lang, schrecklich, aber sie war nicht alles. Es gab auch ein Leben - Tag für Tag, selbst in Ostberlin. Einen Einblick in ihr Leben neben der Mauer geben heute André und Sabine Kliege.
Transit-Visa im Reisepass
"Die Grenze war Routine" - Rolf Kohlermann raucht. Bei allem, was er tut, hat er seine Zigarillos zwischen den Fingern. Er erzählt ruhig und mit einem Redefluss, als wären all seine Erinnerungen als Datei gespeichert und jederzeit mühelos abrufbar. Und zu sagen hat der Fleischermeister, der seit 1966 in West-Berlin lebt, eine ganze Menge.
Foto: Ruth Rudolf / Pixelio
Heimat in Grenzen - Exotische Früchte? Nicht nur im Winter Mangelware in der DDR. Wie haben sich die Menschen mit Planwirtschaft und Sozialismus arrangiert? Und welche Rolle spielte die Mauer in Leipzig, der Stadt, die mit ihren Montagsdemonstrationen im Herbst 1989 berühmt wurde?
Foto: Jo / Pixelio
Die unsichtbare Mauer - Gisela Meyer lebt in dem kleinen beschaulichen Dorf Böddensell im Bördekreis. Sie ist heute 61 Jahre alt und erinnert sich noch klar an die für sie guten, alten Zeiten in der DDR. Die Mauer spielte in ihrer Vergangenheit kaum eine Rolle, denn sie war nicht maßgebend auf dem Lande, jedenfalls nicht in Böddensell.
Foto: Ralf Luczyk / Pixelio
"Wir haben im Osten gut gelebt" - Es ist der Abend vor Weihnachten 1977, Schnee rieselt sanft auf die Erde und türmt sich dort meterhoch. Im Ofen glühen die schwarzen Kohlen, und es ist die Zeit für Frieda gekommen, endlich alle Schokoweihnachtsmänner und andere Süßigkeiten, die sie sich bis heute "zusammenstibitzt" hat, aus dem Bettkasten der Couch zu holen.
Mauerreste in Berlin
Stein für Stein in die Kontrolle - Brigitte Kolbow hält die Hand ihres Mannes ganz fest, als sie spricht. Die Kerzen flackern, und die Wassergläser hinterlassen nasse Ringe auf der Tischdecke. Dies ist nicht ihr eigenes Haus, sondern das einer Bekannten. Während hier Geburtstag gefeiert wird, sprechen wir über die Grenze.
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